Leider reichte es trotz einer fulminanten Aufholjagd nur zum undankbaren 4. Platz…
Mit meinem weltbesten Supporter Tim machte ich mich am Samstagvormittag auf den Weg zum Wanderparkplatz am Höllensteinsee. Der Wettkampf verlief sportlich nahezu perfekt für mich. Ich schwamm ein starkes Rennen und stieg als Dritter aus dem Wasser. Auf dem Mountainbike bin ich zwar keine Granate, konnte aber dennoch eine gute Zeit fahren. Auf der anschließenden 10-km-Laufstrecke lief ich schließlich sogar die schnellste Zeit des gesamten Teilnehmerfeldes.
Trotzdem musste ich mich aufgrund eines rund dreiminütigen Zeitverlusts in der Wechselzone – verursacht durch Probleme mit meiner Startnummer – mit dem undankbaren 4. Platz und nur 29 Sekunden Rückstand zufriedengeben. Aber wie immer gilt: Never give up – weitermachen!
Veranstalter: Bayronman e.V.
Datum: 11.07.2026
Strecke: 1,0 km Swim (23:13 min incl. Wechselzeit) – 24 km 380 Hm MTB (59:11 min) – 10,2 km Run (46,31 min)
Zeit: 2:08:55
Platz Gesamt Männer: 4 von 11
Platz AK M50 Männer: 2 von 2
Unterkunftstipp im Bayerischen Wald: Ferienwohnung Winklworld
Freitag, 17. Juli 2026 von Winklmeier Markus
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1. Wuggi-Triathlon am Höllensteinsee – Aufholjagd bis auf Platz 4
Wuggi-Triathlon am Höllensteinsee – Aufholjagd bis auf Platz 4
Der Wuggi-Triathlon am Höllensteinsee gehört zu den schönsten und familiärsten Triathlon-Veranstaltungen im Bayerischen Wald. Organisiert vom Bayronman e.V., überzeugt der Wettkampf mit einer perfekten Organisation, einer entspannten Atmosphäre und einer landschaftlich traumhaften Kulisse rund um den Höllensteinsee. Geschwommen wird im klaren See, bevor es auf eine anspruchsvolle Mountainbike-Strecke und anschließend auf einen abwechslungsreichen 10-km-Traillauf geht. Egal ob ambitionierter Athlet oder Hobbysportler – der Wuggi-Triathlon bietet eine großartige Mischung aus sportlicher Herausforderung, Naturerlebnis und herzlicher Gemeinschaft.
Für mich war es die erste Teilnahme an diesem Triathlon. Da die gesamte Familie Winklmeier Mitglied beim Bayronman e.V. ist, wurde es höchste Zeit, hier selbst einmal an den Start zu gehen. Gemeinsam mit meinem weltbesten Supporter Tim machte ich mich gegen Mittag auf den Weg zum Höllensteinsee. Nach der Startnummernausgabe trafen wir viele bekannte Gesichter. Tim blieb während des gesamten Rennens im Wechsel- und Zielbereich, um mich anzufeuern. Über zwei Stunden musste der kleine Kerl alleine zurechtkommen. Zum Glück kannte er viele Mitglieder des Bayronman-Teams und meisterte die Aufgabe mit Bravour. Ich war richtig stolz darauf, wie selbstständig er das alles gemeistert hat.
Anschließend bereitete ich mein Mountainbike vor und brachte den Startnummernaufkleber an. Dabei traf ich allerdings eine folgenschwere Entscheidung, die mich am Ende vermutlich den zweiten oder dritten Gesamtplatz kostete. Da ich noch immer keinen Triathlon-Einteiler besitze und aufgrund des Neoprenverbots ohnehin nach dem Schwimmen ein T-Shirt anziehen musste, wollte ich beim Wechsel möglichst viel Zeit sparen. Deshalb zog ich mein Laufshirt bereits für die Mountainbike-Strecke an und verzichtete auf ein Startnummernband. Stattdessen befestigte ich die Startnummer mit Sicherheitsnadeln direkt am Shirt. Da die Startnummer beim Mountainbike vorne getragen werden durfte, schien das die perfekte Lösung zu sein.
2. Racebericht Swim and Bike
Beim Bike-Check wurde noch ein kleiner technischer Mangel am Lenker meines Mountainbikes entdeckt, den ich aber schnell beheben konnte. Nach der Wettkampfbesprechung ging es schließlich an den Start. Tim machte noch fleißig Fotos, bevor der Startschuss fiel.
Die rund 30 Starterinnen und Starter legten ein hohes Tempo vor. Ich ging das Schwimmen zunächst etwas kontrollierter an, konnte mich aber kontinuierlich nach vorne arbeiten. Die Orientierung auf dem See war nicht ganz einfach, deshalb hielt ich mich meist an den Athleten vor mir. Direkt vor der Wechselzone stieg ich nahezu zeitgleich mit Jürgen als Drittplatzierter aus dem Wasser. Perfekt – ich war mitten im Rennen um die Spitzenplätze.
Kaum hatte ich mein Laufshirt übergezogen, fielen drei Sicherheitsnadeln mit der Startnummer auf den Boden. Ich versuchte hektisch, sie wieder zu befestigen, doch die Nadeln waren von so schlechter Qualität, dass sie sich immer wieder öffneten. Minute um Minute verstrich. Erst nach rund drei Minuten gelang es mir, die Startnummer notdürftig mit drei Nadeln zu befestigen. Weniger wäre nicht möglich gewesen, da mich der Kampfrichter sonst nicht auf die Strecke gelassen hätte.
Als ich endlich auf das Mountainbike sprang, hatten mich bereits drei Athleten überholt. Aus Platz drei war Platz sieben geworden. Also begann die Aufholjagd. Die Mountainbike-Strecke war technisch nicht besonders anspruchsvoll, verlangte mit ihren Anstiegen aber dennoch einiges an Kraft. Ich konnte einen Konkurrenten überholen und wechselte nach zwei Runden als Sechster auf die Laufstrecke.
3. Racebericht Run
Diese führte zunächst auf einem traumhaften Singletrail entlang des Schwarzen Regens in Richtung Blaibacher See. Die ersten beiden Kilometer verliefen über steinige Trails, bevor die Strecke auf eine Forststraße wechselte. Jetzt war meine Zeit gekommen. Ich fand sofort meinen Rhythmus und lief ein hohes Tempo. Etwa 600 bis 700 Meter vor dem Wendepunkt kam mir der Führende entgegen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, wie viele Athleten vor mir lagen – es waren fünf. Also erhöhte ich nochmals das Tempo. Nach sechs Kilometern hatte ich bereits den fünften Platz erreicht, zwei Kilometer später lag ich auf Rang vier. Das Podium war plötzlich wieder in greifbarer Nähe.
Ich fühlte mich hervorragend und konnte bis ins Ziel das Tempo hochhalten. Leider war die Ziellinie etwas näher als mein Vordermann.
Am Ende stand die schnellste Laufzeit des gesamten Feldes: 46 Minuten für 10,2 Trailkilometer. Trotzdem fehlten mir lediglich 29 Sekunden auf den dritten Platz. Ohne die drei verlorenen Minuten in der Wechselzone wäre vielleicht sogar Platz zwei möglich gewesen. Natürlich ärgerte ich mich im ersten Moment über diese verpasste Chance. Gleichzeitig überwog aber die Freude über einen großartigen Wettkampf, eine fantastische Atmosphäre und die Erkenntnis, dass die Form stimmt. Der schönste Moment wartete ohnehin erst im Ziel: Mein Sohn Tim durfte mir persönlich die Finisher-Medaille umhängen. Das machte den verpassten Podestplatz schnell vergessen. Eines steht jedenfalls fest: Im nächsten Jahr komme ich wieder – dann hoffentlich ohne Startnummern-Drama.
4. Fazit
Ich war mit meiner sportlichen Leistung zufrieden, mit dem Ergebnis jedoch nicht. Der undankbare vierte Platz war ziemlich ärgerlich. Der Triathlon war von den Bayronman, bei denen wir ebenfalls alle Mitglieder sind, super organisiert. Ich werde auf jeden Fall wieder starten.

