Kurzentschlossen machte ich mich nach der Arbeit auf den Weg in die Chiemgauer Alpen, um beim Hochplatten-Berglauf den Berg hochzuballern...
Leider standen nur knapp 50 Läuferinnen und Läufer am Start. Pünktlich um 16 Uhr fiel der Startschuss und ich machte mich auf die etwas veränderte Strecke hinauf zur Bergstation der Hochplattenbahn. Das Rennen lief für mich richtig gut und ich konnte fast die gesamten 550 Höhenmeter durchlaufen. Nur auf einigen besonders steilen Singletrails war schnelles Gehen die bessere Wahl. Nach 31:33 Minuten erreichte ich schließlich als 15. der Gesamtwertung und Dritter meiner Altersklasse das Ziel an der Bergstation der Hochplattenbahn...
Veranstalter: Chiemgau Trail Run
Datum: 22.10.2026
Strecke: 4,7 km / 550 Höhenmeter
Zeit: 31:33 min
Platz Gesamt: 15 von 47
Platz AK M50 Männer: 3 von 11
Pace: 6:56 min/km
Unterkunftstipp in Marquartstein: Weßner Hof Landhotel & Restaurant
Mittwoch, 28. Oktober 2026 von Winklmeier Markus
Du bist hier: Winklworld`s sportliche Erfolge
1. Racebericht Hochplatten-Berglauf
Über den Berglauf
Seit über vier Jahrzehnten zählt der Hochplatten-Berglauf zu den festen Größen im regionalen Berglaufsport. Jahr für Jahr lockt der traditionsreiche Lauf ambitionierte Bergläuferinnen und Bergläufer sowie zahlreiche Zuschauer in die Chiemgauer Alpen. Mit der Integration in das Chiemgau Trail Run Wochenende werden Tradition und moderner Trailrunning-Sport miteinander verbunden, ohne dass der ursprüngliche Charakter des Berglaufs verloren geht. Erstmals ist der Hochplattenlauf Teil des offiziellen Programms des Chiemgau Trail Run und eröffnet bereits am Donnerstag das Rennwochenende. Auf einer Distanz von 4,7 Kilometern und mit über 550 Höhenmetern führt die Strecke vom Ortsrand von Piesenhausen hinauf zur Bergstation der Hochplattenbahn. Vom ersten Meter an geht es bergauf – zunächst auf befestigten Wegen, später über abwechslungsreiche Bergwege und Singletrails durch die herbstlichen Wälder der Chiemgauer Alpen.
Kurz mal in die Chiemgauer Alpen
Etwas verrückt muss man schon sein, aber da bin ich sicherlich der richtige Ansprechpartner. Da ich donnerstags nur bis Mittag arbeite, fuhr ich gegen 12:30 Uhr in Richtung Alpen. Pünktlich um 15 Uhr erreichte ich Piesenhausen in den Chiemgauer Alpen, sodass ich mich noch rechtzeitig für den Berglauf nachmelden konnte. Als kleines Geschenk bekam jeder Teilnehmer einen Baum für den eigenen Garten überreicht. Anschließend fuhr ich noch kurz in die Ferienwohnung meiner Eltern nach Grassau, wo ich mich umzog. Kurz vor 16 Uhr stand ich schließlich mit rund 50 weiteren Bergläufern am Start des kleinen Rennens. Zunächst ging es auf einer schmalen Straße ein Stück durch Piesenhausen, bevor die Strecke in einen kleinen Singletrail mündete. Die ursprüngliche Streckenführung verlief hier noch etwas anders. Mit den schnellsten Läufern konnte ich leider nicht mithalten, allerdings war der Abstand zur Spitze auch nicht allzu groß. Ab der Talstation der Hochplattenbahn ging es auf der gewohnten Strecke weiter. Mein Ziel war es dieses Mal, die komplette Strecke laufend zu bewältigen. Auf den Forststraßen kam ich gut voran und konnte das Tempo ordentlich hochhalten. Vor mir befand sich ein Läufer in Sichtweite, während mir zwei weitere Athleten dicht auf den Fersen waren. Knapp einen Kilometer vor dem Ziel gab es erneut eine Streckenänderung. Zum Glück stand zufällig ein Mountainbiker an dieser Stelle, der mich darauf aufmerksam machte, dass ich nach links in den Trail abbiegen musste. Wie ich später erfuhr, waren einige Läufer an dieser Abzweigung zunächst zu weit gelaufen und mussten anschließend wieder umkehren.
Ich bog also in den steilen Singletrail ein. Erst zwei Wochen zuvor war ich mit Brigitte auf genau diesem Weg nach oben gewandert, sodass mir die Steilheit des Anstiegs bestens bekannt war. An Laufen war hier leider nicht mehr zu denken. Stattdessen versuchte ich, möglichst schnell nach oben zu gehen. Dabei kam ich dem Athleten vor mir immer näher, allerdings rückten mir auch die beiden Verfolger zunehmend auf den Pelz. Wir kämpften uns den steilen Berg hinauf, bis ich schließlich schon den Moderator im Ziel hören konnte. Leider befand sich das Ziel nicht mehr wie früher bei der Staffn-Alm, sondern bereits etwas unterhalb an der Bergstation der Hochplattenbahn. Bisher konnte ich auf den letzten 200 bis 300 Metern bis zur Alm noch einmal meine Geschwindigkeit ausspielen. Dieses Mal war die Strecke dafür leider viel zu früh zu Ende. An den Läufer vor mir kam ich nicht mehr heran, und zu allem Überfluss überholten mich die beiden Verfolger auch noch kurz vor dem Ziel. Das konnte ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen! Ich mobilisierte meine letzten Kräfte, gab noch einmal alles und schaffte es tatsächlich, eine Nasenlänge vor den beiden durchs Ziel zu laufen.
2. Fazit
Somit sicherte ich mir gerade noch den 3. Platz in meiner Altersklasse. Für die 4,7 Kilometer und 550 Höhenmeter benötigte ich 31:33 Minuten. Mit meiner Leistung und dem spannenden Zieleinlauf konnte ich durchaus zufrieden sein. Nach dem Rennen wartete ich noch die Siegerehrung ab, bevor ich mit der Seilbahn kostenlos zurück ins Tal fuhr. In der Ferienwohnung meiner Eltern in Grassau sprang ich noch schnell unter die Dusche und machte mich anschließend wieder auf den Heimweg zu meiner Familie. Ein kurzer, aber intensiver Ausflug in die Chiemgauer Alpen, der sich auf jeden Fall gelohnt hatte!
Fazit: Mal kurz in den Chiemgau fahren und den Berg hochballern – das war dieses Mal mein Motto. Bereits zum sechsten Mal stand ich bei diesem kleinen, aber feinen Berglauf am Start. Leider lassen sich meine Zeiten aufgrund der veränderten Streckenführung nicht mehr direkt miteinander vergleichen. Mit meinem 3. Platz in der Altersklasse konnte ich aber auf jeden Fall zufrieden sein.

