München Marathon 14.10.2012

Neuer pers. Rekord 3:11:03 + Brigittes erster HM:

Erlebnisbericht Houserunning, Abholung Startunterlagen und der Abend vor dem Lauf:
Schon früh stand ich Samstag in Laufklamotten vor der Haustüre. 2 km locker waren angesagt. Nach 10 min war ich hellwach und wieder zu Hause. Brigitte wartete schon mit dem Frühstück auf mich. Wir packten unsere Sachen und machten uns auf den Weg nach München zum Rilano Hotel. Hier wollten wir unser Glück im Houserunning von Jochen Schweizer versuchen, bevor am Sonntag der Münchenmarathon bei mir und der erste Halbmarathon bei Brigitte auf dem Plan stand. Mit einem Seil gesichert marschierten wir, mit Blick nach unten, vom Dach des Hotels an der Fassade abwärts. 50 Meter ging es in die Tiefe. Die Schwierigkeit lag darin, nicht zu rutschen, ansonsten war das Ganze relativ unspektakulär und nach 2 Minuten zu Ende. Trotzdem machte es Spaß und wir schossen viele Fotos. Nach dem Event fuhren wir zu unserem Hotel Lex, das zwischen Olympiagelände und Marienplatz liegt. Wir checkten ein und marschierten als erstes zur Eventarena am Olympiagelände, wo wir unsere Startunterlagen abholten. Wir schlenderten durch die Laufmesse und dann wieder mit der S-Bahn zu unserem Hotel. Am Abend gingen wir noch zum Nudelessen und ins Kino.


Impressionen Houserunning:


Raceday:
Nach einer Nacht mit unruhigem Schlaf gingen wir um halb 8 zum Frühstück und fuhren dann mit der S-Bahn zum Olympiastadion. Der Marathonstart war um 10 Uhr am Olympiagelände und der Start der Halbmarathonis war erst um 13 Uhr am anderen Ende der Rundstrecke, so das Brigitte dorthin kommen und bis dahin die Zeit totschlagen musste. Es war noch ziemlich kühl, so das ich mich für ein Langarmshirt entschied, was sich später als Fehler herausstellte, weil es immer wärmer wurde. Um dreiviertel 10 standen schon hunderte ambitionierte Läufer am Start. Ich traf Karl-Heinz vom FTSV Straubing und wir unterhielten uns noch über unsere Laufstrategie. Mein Ziel war ganz klar, ich wollte die 3 Stunden Marke knacken. Mein letzter Marathon lag schon 3 Jahre zurück (abgesehen vom Ironman dieses Jahr) und da benötigte ich 3h 25 min. Theoretisch könnte ich mein Ziel aufgrund meiner aktuellen Halbmarathonzeiten (1:22:30 vor 4 Wochen) schaffen, aber mir fehlten die langen Einheiten in den letzten Wochen und Monaten. Vor einer Woche testete ich 30 km und hatte da schon Probleme nach ca. 25 km mit sehr schweren Füßen. Aber egal No Risk No Fun. Da ich meine Zeit unter 3:30 Stunden angegeben hatte, startete ich in der ersten Startwelle pünktlich um 10 Uhr. Insgesamt waren 18000 Marathon, Halbmarathon und 10 km Läufer in verschiedenen Startwellen am Start. Ich fühlte mich fit und lief gleich mal vor den 3h Pacemaker. ich lief konstant einen 4:15 er Schnitt, welcher mir keinerlei Probleme bereitete. Es ging quer durch München, den Englischen Garten und die Innenstadt. Nach 21,1 km hatte ich eine Zeit von 1:29 min auf dem Garmin und ich lag noch immer vor dem Pacemaker. Dann kam der 25. Kilometer und mich erwischte es mit dem Dampfhammer. Meine Füße wurden schwer und ich lief innerhalb kurzer Zeit nur noch auf Reserve. Als erstes wurde ich von dem 3 Stunden Pacemaker mit seinen Anhängern regelrecht überrollt und ich konnte nicht Anschluß halten. Was war los? Die lange, harte Saison machte sich bemerkbar oder die fehlenden langen Einheiten? Ich schleppte mich weiter. Erst 30 Kilometer geschafft, noch 12 kilometer zu laufen und ich eierte im 6 er Schnitt herum. irgendwie ging dann wieder der 5 er Schnitt, nachdem ich von gefühlten 1000 Läufern überholt wurde. Endlich erreichte ich die 40 km Marke und ich sah in der Ferne das Olympiastadion. 1 Kilometer vor dem Ziel schloß Karl-Heinz zu mir auf. Beflügelt von den Stadionlautsprechern, aus denen Die Toten Hosen spielten, konnte ich nochmals Gas geben und sprintete durch das Olympiastadion und kam mit 3 Stunden 11 Minuten und 3 Sekunden als Gesamt 515 er von 4934 männlichen Startern ins Ziel. Ich war maßlos enttäuscht von mir selbst, da ich mein selbstgestecktes Ziel weit verfehlte. Natürlich konnte ich meine persönliche Bestzeit schlagen, aber es wäre mehr drin gewesen. Dafür freute es mich um so mehr, als später unter meinen Anfeuerungsrufen Brigitte ins Stadion einlief. Sie hatte ihren ersten Halbmarathon geschafft und ich war sehr stolz auf sie. Natürlich auch deswegen, weil ich schließlich auch ihr persönlicher Coach war. Doch irgendwie glücklich aber mit angeschlagenen Füßen gingen wir zum Auto und traten wieder die Heimreise an. Nun gehts erstmal in eine dreiwöchige Saisonpause und dann konzentriere ich mich wieder mehr auf den Triathlonsport.


Impressionen München Stadt:


Ergebnisse ab Platz 500:


Impressionen Münchenmarathon:


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