Pröllertrail 20.07.2019

Platz 5 beim Pröllertrail auf der 26 km 900 Hm Strecke
Pröller Trail - Hadriwa - Rattenberger Höhenweg Trail
Veranstaltung: Bayronman
Datum: 20.07.2019
Markus:
Strecke: 26 km 900 hm
Zeit: 2:23:25
Platz Gesamt Herren: 5 von 46
Platz AK M30-45: 4 von 23
Emma mit Startnummer 666 :-)
Strecke: 0,3 km
Zeit: 1:14
Platz Gesamt Kinder U8: 8 von 9

Racebericht:

Racebericht: 5. Gesamtplatz beim Pröllerlauf – Hadriwa Strecke

Nach meiner Schleimbeutelentzündung vor 2 Wochen an der Hüfte, wollte ich beim Pröllerberglauf auf der 26 km 900 Hm Hadriwa Strecke mein „Comeback“ versuchen. Vor zwei Tagen lief ich einen 10 km Trainingslauf und war komplett schmerzfrei. Somit stand dem Start nichts im Weg. Dies sollte schließlich der letzte Test vor dem Großglockner Ultra mit 110 km 7000 Höhenmeter sein. Wenn dieser positiv verlaufen würde, dann hat der Glockner nächste Woche nichts mehr zu lachen :-) Mit der kompletten Familie fuhr ich dann nach Grün bei Sankt Englmar, wo sich der Start befindet. Die Traillaufveranstaltung war super organisiert von Feldbauer Klaus und seinen Leuten. Ich holte die Startunterlagen und traf auf viele bekannte Trailverrückte :-) Einige Elitesportler, wie Mingo Markus, Schedlbauer Florian und Prager Franz wollten die Pröllertrails unsicher machen. Um 9 Uhr fiel der Startschuss zum 35 km Pröllertrail, wo mein Kumpel Martin losballerte. Ich hatte noch etwas Zeit bis zum Start des Hadriwa Trails. Es war schwül warm und ich bereute schon fast, ohne Ausrüstung und somit auch ohne Getränke zu laufen. Aber no risk no fun :-) Um 10 Uhr stand dann auch ich an der Startlinie mit ca. 60 weiteren Läufer und Läuferinnen. Nach dem Startschuss ging es gleich steil in Richtung Maibrunn nach oben. Ich lief verhalten los, wollte aber den Anschluss an die Spitze nicht verlieren und musste somit einen Gang höher schalten. Der Puls war im Hoch auf 191 Schläge. Eindeutig zu hoch, aber ich konnte einige Plätze gut machen und befand mich dann in der Spitzengruppe, die aus 7 Läufern bestand. Nach knapp 200 Höhenmetern ging es dann in die ersten Downhills. Auch hier musste ich alles geben um irgendwie an der Spitze dran zu bleiben. Teilweise lief ich eine 3:30 Pace und sprang regelrecht über Steine und Wurzeln. Leider verriss ich mir bei einem dieser Sprünge den Rücken. Immer wieder spürte ich einen stechenden Schmerz in der rechten Seite. Mit zusammengebissenen Zähnen lief ich weiter. Bergauf legte sich der Schmerz und ich konnte einen weiteren Platz gut machen. Wieder ging es bergab, dieses Mal zuerst auf einer Forststraße, dann ein kleines Stück auf einer Teerstraße bis Zierling. Hier lief der Spitzentriathlet Schedlbauer Florian auf mich auf. Mit hohem Tempo überholten wir zusammen einen weiteren Läufer, der uns mitteilte, dass wir aktuell auf Platz 3, 4 und 5 liegen. Ich überlegte kurz ob ich zusammen mit den beiden weiterlaufen, oder versuchen sollte, mich abzusetzen. Energie hatte ich genügend und somit legte ich beim nächsten langen Uphill eine Schippe drauf und konnte mich von den beiden absetzten. Nur hatte ich nicht auf der Rechnung, das Mayer Christian, ein sympathischer Toptrailläufer, die gleichen Gedanken hatte. Ich ballerte nach oben und vergrößerte den Abstand nach hinten immer mehr, deshalb war ich überrascht als Christian neben mir auftauchte und mich regelrecht stehen ließ. Ich versuchte noch dran zu bleiben, was mir nicht gelang und verschoss dadurch einige Körner. Nun befand ich mich auf dem 4. Gesamtplatz und so erreichte ich auch die Verpflegungsstation am Kreuzhaus, wo mich meine Mäuse erwarteten. Hier trank ich schnell zwei Cola, die auch dringend nötig waren. Ich war bratfertig, da ich mich zu wenig verpflegte. Ohne mich lange aufzuhalten ging ich weiter. Laufen war bergauf nicht mehr möglich. Nach der Hanslhütte kam der technisch extrem anspruchsvolle Hadriwa Trail. Nur bedingt war hier Laufen bzw. Springen möglich. Hinter mir war kein Läufer in Sicht und ich ließ mir etwas Zeit. Den dritten Platz hatte ich abgeschrieben und kam deshalb etwas ins schludern. Nach dem Hadriwa ging es dann auf Forststraßen und über Wiesen bergab. Auch hier hielt ich mich zurück. Viel mehr wäre eh nicht mehr gegangen. In Grün musste ich die Straße überqueren um nochmal einen gefühlt ewig langen Anstieg nach oben zu bewältigen, bevor es in Richtung Ziel ging. Ich war fertig und konnte nicht mehr. Ein oder zwei Geels hätten schon geholfen, aber die konnte ich nicht herzaubern :-) Wie lange geht es noch nach oben. Entgegenkommende Wanderer und Mountainbiker fragte ich, ob dies schon die richtige Strecke wäre, da ich keine Markierung mehr fand. Dann kam der Supergau und ich wurde nochmals überholt und wieder konnte ich nicht dranbleiben. Ich glaube ich werde zu alt für den Sch… :-) Langsam kroch ich nach oben, bis endlich die Abzweigung in Richtung Ziel kam. Etwas deprimiert, aber noch mit Blick nach hinten, lief ich den letzten Downhill. Kurz vor dem Ziel kam mir Emma entgegen, was alles entschädigte. Zusammen lief ich mit der kleinen Maus über die Ziellinie. So richtig freuen konnte ich mich nicht über den 5. Gesamtplatz, da ja auch eine dritter Treppchenplatz möglich gewesen wäre :-) Aber am meisten freute mich, dass meine kleine Maus sich beim Kinderlauf ihre 5. Medaille holte und darauf sehr stolz war…

Fazit: Auch dieser Lauf war super organisiert und die Trails in der Heimat sind ein Traum. Den Test für den Großglockner nächste Woche hatte ich bzw. mein Körper mehr oder weniger bestanden. Mein Rücken wird sich schon wieder einrenken, der Schleimbeutel war schmerzfrei und dass es ein Kampf werden würde, ist mir auch klar…

Top 4 Männer 31-45 Jahre:

Top 5 U8 Mädchen:

Lauf auf Strava: