Ironman 70.3 Zell am See 31.08.2014

Mit Emma`s Unterstützung unter 5h bei Ironman 70.3

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Mein größter Fan Emma :-)

 

29.08 bis 01.09.2014:
Freitagnachmittag ging es für unsere kleine Emma zu ihrer ersten größeren Reise. Waren schon mal gespannt wie ihr die lange Autoreise nach Zell am See gefällt. Das Auto war vollgepackt mit Babysachen, Tribike, Brigitte, Emma und Brigittes Mama, die wir bis Bad Reichenhall mitnahmen, da dort Brigittes Papa auf Kur war. Wir fuhren dann weiter nach Zell am See, wo wir gleichzeitig mit den Tichy`s (Christoph, Kathrin und die kleine Johanna) am Apartment ankamen. Wir kochten noch Nudeln, richteten die Tribikes her und machten bei unseren kleinen Mädels großen Kundendienst, d.h. Windeln wechseln und Füttern : -)

Am Samstag liefen Christoph und ich vor dem Frühstück eine lockere Runde am See. Leider war das Wetter ziemlich regnerisch. Nach dem Frühstück gingen wir mit den Kleinen im Tragetuch zur Ironmanmesse. Hier holten wir unsere Startunterlagen und Emma konnte schon zum ersten Mal Triathlonluft schnuppern. Ich wollte sie schon beim Ironkidsrun anmelden, aber Brigitte meinte, es wäre noch das eine oder andere Jahr zu früh : -) Am Nachmittag legten wir mit Gaby, Eva, Sabine und Mane eine halbstündige Radeinheit bei strömenden Regen ein, bevor wir unsere Bikes eincheckten. Am Abend durfte Emma in einer gemütlichen Pizzeria ein paar Laufstilanalyseathleten kennenlernen, wo wir einen schönen Abend mit leckerem Essen zusammen verbrachten.

Unsere Mäuse :-)

Raceday:

Die Wettervorhersage war leider nicht sehr verheißungsvoll, aber wir hofften das Beste. Christoph und ich ließen uns von Kathrin zur Wechselzone fahren, wo wir nochmal unsere Bikes und Wechselbeutel überprüften. Die Mädels wollten dann erst wieder zum Schwimmstart kommen. Wir trafen die anderen Laufstilanalyseathleten und deren Partner und Freunde. Um 10 Uhr starteten die Profis und in Wellen die Altersklasseathleten. Ich war um 10:10 Uhr dran. Ich startete aus der ersten Reihe. Das Wasser hatte eisige 17 Grad. Trotzdem fiel mir das Schwimmen ganz leicht. Am Anfang gab es wie immer eine ganz schöne Keilerei, was ich aber ganz gut überlebte. Zielstrebig pflügte ich zur Wendeboje, wo wir schon auf die ersten Schwimmer der Welle vor uns auftrafen. Hier musste ich mich mit Schlangenlinie vorbeikämpfen. Und schon sah ich auch das Ziel. Das flutschte schon mal dachte ich. Mit 32:53 Minuten stieg ich nach 1,9 km aus dem Wasser. Aber der Wechsel lief beschissen. Ich brachte meinen Neo nicht über die Uhr, dank der nassen Haut brachte ich das Langarmshirt nicht über meinen Körper und da ich anscheinend so hilflos in meinem Shirt hing, half mir ein freundlicher Helfer in das Teil. Dann brachte ich die Socken nicht über die Zehen erst als ich dies geschafft hatte lief ich zu meinem Rad. Nach unendlich langen 5:59 min verließ ich die Wechselzone und stürzte mich auf die Radstrecke. Ab hier lief wieder alles optimal. Es regnete noch nicht und ich flog buchstäblich über die Strecke. Die ersten, geraden 20 Kilometer schaffte ich mit einem 45 er Schnitt. Dann kam der Berg. 16 Kilometer nach oben, insgesamt knapp 700 Höhenmeter am Stück mit teilweise 14 Prozent Steigung. Ich war nur am überholen und fühlte mich super. Schneller als gedacht war ich auf 1300 Hm an der Bergkuppe angekommen. Frenetisch wurden wir angefeuert. Das machte Spaß.

Raceday:

Noch immer regnete es nicht und somit konnte ich mit einem Affenzahn die Serpentinen auf trockenem Asphalt hinunter sausen. Erst als ich wieder auf ebener Strecke angelangt war fing es zu schütten an, so das ich mit, wie aber auch ohne Brille fast nichts mehr sehen konnte. Trotzdem fuhr ich weiter mit teilweise 50 er Schnitt, mehr nach Gefühl als auf Sicht : -). Nach 90 Kilometer und persönlicher Radbestzeit mit 2h 41min 16 sec und einem 33,53 er Schnitt auf 850 Höhenmetern erreichte ich wieder die Wechselzone. Und weiter ging das Drama Teil 2. Ich musste dringend ein Dixi aufsuchen, was mich natürlich wieder viel Zeit kostete. Somit brauchte ich für den zweiten Wechsel wieder viel zu lange, 4:50 min. Ich hab meine Gesamtbestzeit wörtlich verschissen : -) Mit einem Sprint begann ich den Laufpart um den Zeller See in 2 halben Runden. Zuerst ging es am Ufer bis nach Zell am See, wo wir durch die Altstadt liefen. Hier sah ich Brigitte und meine kleine Emma, die mich mit ihren 27 Lebenstagen schon anfeuerte. Die kleine Maus gab mir nochmals einen Motivationsschub. Natürlich freute ich mich auch sehr Brigitte an der Strecke zu sehen. Es gibt nichts schöneres, wenn der Partner zu 100% hinter dir steht. Dankeschön Brigitte!!!! Am Ufer entlang ging es Richtung Südseite. Nach ca. 8 km kam eine langgezogene leichte Steigung, wo ich zum ersten Mal meine Füße merkte. Es lief alles nicht mehr ganz so rund. Ich musste vom 4 er Schnitt etwas zurückgehen. Ich kämpfte mich wieder zurück nach Zell am See, wo mich der Laufstilanalyse Fanblock lautstark anfeuerte. Das macht einfach Spaß. Und los ging es auf die zweite Runde. Die Kilometer wurden weniger, aber auch mein Tempo. Ab Kilometer 17 war ich restlos am Ende, aber wenn ich die letzten 4 Kilometer mit einem 5 er Schnitt durchziehen konnte, dann würde ich unter 5 Stunden bleiben. Dann kam die Rettung von hinten. Mich überholte eine Frau : -) Der Kampfgeist war da. Ich hing mich hinten dran und überholte sie wieder bei Kilometer 19 und ich blieb auch bis zum Ziel weiterhin vorne. Mit 4h 58 min 56 min erreichte ich glücklich unter Beifall von Brigitte mit Emma das Ziel. Gesamt wurde ich 284. von knapp 2000 männlichen Athleten und in der starken M40 Altersklasse wurde ich 49 ter. Nachdem ich mich wieder erholt hatte plünderte ich das Finisherbuffet. Mit Christoph der ebenfalls eine super Ergebnis ablieferte, feierte ich noch unsere Leistung mit mehreren Bier (nicht Alkoholfrei : -)). Etwas wackelig holten wir unsere Räder und Wechselbeutel bei strömendem Regen aus der Wechselzone und fuhren vollbepackt 5 Kilometer zurück zu unserer Pension. Hier warteten schon unsere Mädels auf uns. Hier feierten wir noch etwas weiter.
Montag: Schon früh standen wir auf und räumten unser Apartment auf, packten Räder und Gepäck ins Auto und fuhren wieder nach Bad Reichenhall, wo wir Brigittes Mama wieder einpackten und den weiteren Heimweg mit Kaffeepause antraten : -)

Ergebnis:

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