Iroman Kraichgau 07.06.2014

Keine Topzeit 1 Woche nach Ultra bei 70.3

Anfahrt und Abholung Startunterlagen:

Erst Mittag fuhren wir in Grassau los. Emma blieb bei Opa und Omi. Dank des Rückreiseverkehrs kamen wir erst um 17:30 Uhr in Kraichgau an. Sofort holten wir die Startunterlagen und trafen uns mit den Jupp`s. Jupp und ich radelten noch 7 km als Tapering. Mehr Zeit war nicht mehr. Schnell richtete ich noch mein Rad her und checkten auch gleich ein. Im Hotel ließen wir den Tag gemütlich beim Abendessen ausklingen.

Athleten mit dem besten Supportteam ever :-)

Raceday:

Viel erwarten durfte ich eigentlich wieder mal nicht. Letzte Woche hatte ich einen Ultra mit 53 km und 2700 Höhenmeter gefinished. Davor war ich 2 Wochen krank, mußte so den Vorbereitungstriathlon in Deggendorf ausfallen lassen und konnte weder schwimmen noch radeln und die Woche vor Kraichgau ging auch nicht viel, da ja der Ultra in den Füßen steckte :-) Aber wie immer war ich trotzdem hoch motiviert und wollte wieder die 5 Stunden Marke schlagen. So stand ich auch kurz vor 6 Uhr nach einer entspannten Nacht auf und sah nochmals meine Wechselbeutel durch. Leider stellte ich fest das ich meine Sonnenbrille vergessen hatte. Zefix die Fliegen würden es sich in meinen Augen bequem machen. Kurzerhand nahm ich die stylische Gucci Brille von Brigitte mit der ich sogar die ganzen Profis übertraf :-) Problem gelöst und ab ging es nach dem Frühstück nochmals die Räder checken und dann den Schwimmstart der ganzen Profis und AK Athleten zu beobachten. Jupp kam um 20 vor 10 an die Reihe um seinen ersten 70.3 zu finishen. Meine AK die M40 war als letzte um 10 Uhr dran. Wahrscheinlich sind da die stärksten Athleten drin :-) Nach dem Startschuß musste ich erstmal wieder das Schwimmen lernen, dank der wenigen bzw. gar keinen Einheiten in letzter Zeit. Es ging aber ganz gut und ich tat mich relativ leicht durch den Hardsee zu sausen. An den Bojen gab es die gewohnten Schlägereien, ansonsten kam ich ganz durch. Nur um 20 Sekunden war ich langsamer als im letzten Jahr und konnte mit meinen 32:30 min auf 1900 m ganz zufrieden sein.

Am Schwimmstart bei Traumwetter:

Radlpart:

Der Wechsel klappte mit 2 min ? sec ganz gut und mit meiner Gucci Brille bewaffnet machte ich mich auf die Verfolgungsjagd der anderen Altersklasseathleten. Auch die fehlenden Radeinheiten machten sich bemerkbar. Zuerst wurde ich relativ häufig überholt, wo ich aber nicht lange zuschaute. Langsam kamen meine Füße in Fahrt und ab der ersten Steigung nach ca. 15 Kilometer überholte ich nur noch. Immer besser wurde der Radpart. Nach 45 Kilometer und knapp 500 Hm hatte ich 1h 25 min auf der Uhr. Also noch im Soll. Bergauf konnte mich keiner halten, auf den Geraden brachte ich keinen Druck auf die Pedale und bergab spielte ich Kamikaze. Nach 72 km musste ich mich noch einen saftigen Berg hochquälen bevor es relativ eben in Richtung Wechselzone ging. Auch hier durfte ich mich mit meinen 2 h 51 min 38 sec nicht beschweren. Klar war ich um knapp 2 Minuten langsamer als im letzten Jahr, aber trotz der beschis.... Vorbereitung ganz passabel.

Auf der Radstrecke - beachte Gucci :-)

Laufpart - knapp am Desaster vorbeigeschrammt:

Tja irgendwann geht auch bei mir nix mehr. So ein Fu.... :-) Ich stieg vom Rad und meine Füße waren Brei und mein körperliches Befinden auf dem Nullpunkt, eher im Minus und das nach 200 m Lauf. Na toll, solch ich jetzt aufhören? Ich quälte mich die ersten 3 Kilometer mit einem 6 er, teilweise 7 er Schnitt. Bisher war ich gewohnt nur auf der Überholspur zu laufen. Dann kam ich am Supportteam Brigitte und Andrea vorbei, die mich anfeuerten was das Zeug hielt (Danke an die besten Mädels der Welt, denke Jupp pflichtet mir bei :-). Nach 5 Kilometer stand 25 min auf meiner Uhr. An allen Verpflegungsstationen trank ich Cola was ich reinschütten konnte und alle Geels vernichtete ich schon in den ersten Kilometern. Langsam schaltete mein Körper auf Laufmodus, leider viel zu spät. Sub 5 war außer Reichweite, aber mein Ehrgeiz ungebrochen. Das Ziel msste her und unter 5h 10 Minuten sollte möglich sein wenn ich einen 4:30 er Schnitt halten könnte. Also ab ging es mit Gewalt und es lief besser als erwartet. Winkl is back !! Und wiedereinmal war ich auf der Überholspur und keiner konnte mich mehr halten. Nach für mich miserabelen 1h 40 min 28 sec Halbmarathonzeit lief ich im Ziel unter Anfeuerung von den Mädels in 5h 9 min 44 sec als 753 Gesamt ein. Fix und alle brauchte ich erst ein kühles Getränk und gratulierte dann Jupp zu seinem Finish. Nicht einfach ein Finish, sondern sein erstes auf der Halbdistanz mit einer Hammer Wahnsinns Mega Ultra Top Zeit. Der Wahnsinnige (natürlich positiv Wahnsinnig) schaffte die Strecke in 5 h 10 min 48 sec. Vor allem die Radzeit konnte ich kaum glauben. 2h 42 min auf 90 km 1000 Hm. Sauber Jupp gratuliere recht sakrisch :-)

Auf der Laufstrecke und im Ziel:

Fazit:

Natürlich hätte es besser laufen können aber nach der Vorbelastung und dem Rad/Schwimm Trainingsrückstand war einfach nicht mehr drin !!!

Ergebnis: