Frankfurt Marathon 25.10.2015

Neuer pers. Rekord in 3 h 03 min 49 sec
Gesamtplatz: 1100 von 8884 männlichen Startern
AK 40: 221 von 1421 männlichen Startern

Wettkampfbericht:

Nach meinem Ironmandesaster und ärgerlichem DNF auf Mallorca vor 4 Wochen bekam mein Coach die schwierige Aufgabe mir ein Marathon Crashtraining zu erstellen. Also standen mehrere Kerneinheiteneinheiten wie z.B. 5x 3000m und 4x5000m im Halbmarathontempo und zwei längere Läufe über 30 km und einige kürzere Einheiten in den letzten drei Wochen auf dem Programm. Da ich ja voll auf Triathlon ausgelegt war und das marathonspezifische Training viel zu kurz kam, erklärte mir Ralf noch 5 Tage vor dem Wettkampf eine realistische Sub 3:10 Strategie, was für mich neue Bestzeit bedeuten würde. Aber schon während des Gesprächs entschied ich für mich selbst die 2:59 anzupeilen. No Risk No Fun, sonst wäre ich ja nicht Winklmeier Markus. Also fuhr ich dann mit Jupp am Samstagmittag in Richtung Frankfurt. Unser 4 Sterne Mercure Hotel lag ca. 15 Gehminuten vom Marathonzentrum in der Messe und vom Start und Ziel entfernt. Wir holten unsere Startunterlagen ab und gingen zur Pastaparty. In der riesigen Festhalle war ganz schön was los. Wir sahen den aktuell, besten deutschen Marathonläufer Arne Gabius beim Interview. Hier in Frankfurt war alles vertreten was Rang und Namen hatte, incl. Jupp und mir. Später im Hotelzimmer packten wir noch alles für den morgigen Lauf zusammen. Eigentlich war ich mal wieder drauf und dran einen Anfängerfehler zu begehen. Ich wollte morgen mit nagelneuen Schuhen und Socken laufen. Da ich bei einem Lauf unter der Woche feststellte, dass meine Straßenlaufschuhe ihre Dämpfung verloren hatten und meine Knie nach ein paar Kilometern zu schmerzen begannen, musste ich kurzfristig zum Laufschuhverkäufer meines Vertrauens, www.meiers-sportshop.de Dank bester Beratung entschied ich mich für einen gut gedämpften New Balance, welche auch eine top Wahl waren, wie sich morgen herausstellen würde. Die Nacht war etwas länger als sonst, da die Uhr um eine Stunde zurück gestellt wurde. Ausgeschlafen marschierten wir dann am Vormittag wieder zum Messebereich. Ich ließ nochmals meinen Chip überprüfen, zog mich dann langsam um und gab den Wechselbeutel ab. Um halb 10 Uhr gingen Jupp und ich dann in die Startzone. Wir standen im vordersten Bereich „Asics“ mit allen Läufern, die eine erwartete Zielzeit unter 3h 15min angegeben hatten, plus der ganzen Topläufer. Hier wurden wir dann vom Fernsehen entdeckt. Direkt neben uns filmte das HR3 Team Dieter Baumann und einen Reporter, die den Marathon kommentierten. Zuhause konnte also jeder die Topläufer Jupp und Markus live im Fernsehen bestaunen.

Um 10 Uhr fiel dann der Startschuss für die ca. 25000 Profi wie auch Hobbyläufer. Die Topläufer waren schnell außer Sichtweite. Ich setzte mich rigoros hinter den 2:59 er Pacemaker. Ich fühlte mich gut, die Schuhe liefen fast von selbst, aber ich hielt mich unter Kontrolle und lief die ersten 10 Kilometer „nur“ eine 4:25 er Pace, wie Ralf es gesagt hatte. Erst dann legte ich auf 4:10 zu. Die erste Schwächephase des Pacemakers nutzte ich gnadenlos aus und überholte ihn, ok er musste sich die Schuhbänder binden und fiel deshalb zurück. Nach 21 Kilometer hatte ich eine 1:28 er Zeit stehen, also im Soll auf meinem Sub 3 Stunden Kurs. Ich fühlte mich noch immer gut und meine Strategie schien aufzugehen. Alle 10 km nahm ich ein Geel, ansonsten trank ich an den Verpflegungsstellen nur Wasser. Bei Kilometer 30 fühlte ich mich noch immer fit, aber die Kraft in den Füßen ließ langsam nach und meine Pace fiel auf 4:25 zurück, was aber noch reichen würde. Bei einem Verpflegungsstand legte ich auch noch einen filmreifen Sturz hin. Eigentlich wollte ich im Vollspeed eine Banane greifen, aber gleichzeitig wollte eine Helferin weitere Bananen auf den Tisch legen, so hatte ich auf einmal anstatt der Banane ihren Arm in der Hand und wurde dadurch abrupt gestoppt. Ich rutschte unter den Tisch und war gleich mal perplex. Kurzzeitig dachte ich dass es das Aus wäre und war stocksauer auf die Helferin, der ich auch gleich eine am Boden liegende Banane hinterher feuerte. Aber ich war schnell wieder auf den Beinen und auch gleich wieder bei der 4:25 Pace, so dass ich nur Sekunden verloren hatte. Erst bei 35 Kilometer überholte mich der Pacemaker. Ich brach nicht ein, aber mehr als 4:40 war auch nicht mehr drin und konnte ihm somit auch nicht mehr folgen. Obwohl mir klar war, dass ich heute die 3 Stunden Marke nicht knacken konnte, lief ich zufrieden weiter. Ich würde eine klare neue Bestzeit schaffen und 42 Kilometer ohne den Mann mit dem Dampfhammer überstehen. So kam es dann auch. Nach 3 Stunden 3 Minuten 49 Sekunden kam ich dann als 1100 er von 8884 Männern ins Ziel und belegte einen 221 Platz von 1421 Läufern in der Altersklasse M40. Ein Erfolg auf ganzer Linie. Im Zielbereich genehmigte ich mir eine Radler und schleppte mich dann zum Umziehen, wo ich Jupp wiedertraf, der ebenfalls eine super Zeit hinlegen konnte. Nach ein paar unfreiwilligen Umwegen gelangten wir auch wieder zum Hotel zurück, wo mein Auto parkte. Etwas gerädert fuhren wir dann von Frankfurt wieder nach Hause, wo freudestrahlend meine zwei Mädels ihren Fernsehstar empfingen.

Fazit:

Obwohl ich auch bei meinem 8. Marathon die 3 Stunden Marke nicht knacken konnte, war ich sehr zufrieden mit meiner neuen persönlichen Bestzeit. Auch die Rennstrategie und Verpflegung ging zum Großteil auf. Dank des super abgestimmten Trainingsplanes brachte Ralf mich innerhalb 3 Wochen auf Marathonmodus und ich konnte weit mehr abrufen als eigentlich geplant und möglich war. Mit 3 Stunden 3 Minuten bin ich nicht weit von der magischen 3 Stunden Grenze entfernt und 2016 wird sie geknackt!

Ergebnis:

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