Challenge Kraichgau 15.06.2014

Zum ersten Mal unter 5 Stunden bei Halbdistanz:

Gleich mal vorweg, die 5 Stunden Marke ist trotz meiner nun schon 40 Jahre geknackt…. Aber erst mal alles der Reihe nach. Am Freitag feierte ich zuerst noch meinen 40. Geburtstag im Biergarten und spät am Abend richtete ich noch meine Sachen für den Wettkampf her. Samstagfrüh fuhren Brigitte und ich nach Bad Schönborn im Kraichgau. Zuerst holten wir die Startunterlagen ab und bezogen dann unser Hotel in St. Leon-Rot 10 km entfernt. Brigitte gönnte sich eine Pause, während ich eine halbe Stunde locker radelte und noch 10 min joggte. Am Nachmittag fuhren wir dann an den Hardsee, wo der Schwimmstart sein wird. Wir trafen uns mit Ralf und noch ein paar weiteren Laufstilanalyseathleten. Ralf, Daniel und ich legten noch eine kurze Schwimmeinheit ein. Ich musste locker machen, da ich am Freitag mal wieder einen Krampf im rechten Fuß bekommen hatte. Diesmal fehlte nichts. Im Anschluss checkten wir noch unsere Räder in der Wechselzone ein. Danach fuhren wir wieder in den Zielort Bad Schönborn wo die Wettkampfbesprechnung und Pastaparty stattfand. Brigitte gewann sogar ein paar New Balance Laufschuhe, die ich von Ivonne van Vlerken auf der Bühne abholen durfte. Viele weitere Profis werden am nächsten Tag am Start sein. Der Favorit war natürlich Sebi Kienle.


Schwimmstreckencheck und Wettkampfbesprechung:

Raceday:

Um 6 Uhr klingelte der Wecker. Nach dem Frühstück im Hotel (nur Triathleten im Frühstücksraum), checkten wir aus und fuhren zum Schwimmstart. Hier bekamen wir die Info, dass das Neoverbot aufgehoben wurde. Wir überprüften nochmals den Reifendruck und gingen dann langsam an den Start. Es wurde in verschiedenen Wellen gestartet. Die Profis um 9, Ralf und Silvia um 5 nach 9 und der Rest von uns in den weiteren Wellen. Daniel, John und ich waren um halb 10 Uhr mit Wasserstart dran. Mit Hells Bells von AC/DC wurden wir eingestimmt. Startschuss und ab ging es durch den Hardsee. Am Anfang musste ich in dem Gedränge ganz schön kämpfen, bis es mir gelang im Wasserschatten bis zur ersten Boje zu schwimmen. Hier verlor ich leider meinen Vordermann und ich irrte etwas umher. Langsam fand ich wieder meinen Rhythmus und konnte das Schwimmen in 32:10 min zu Ende bringen. In der Wechselzone fand ich nicht gleich meinen Wechselbeutel und verlor einige Sekunden. Dafür ließ ich die Socken weg und ab zum Rad. Zuerst fuhren wir absolut eben bis nach Bad Schönborn, aber leider mit leichtem Gegenwind. Von hier ging es nach Osten, wo mir der Wind direkt ins Gesicht blies. Mein Tacho zeigte 26 km/h an. Na toll dachte ich, das kann ja lustig werden. Trotzdem war ich nur am überholen. Langsam kamen die ersten Steigungen, die aber relativ locker zu überwinden waren. Flüssiges fahren war auf der gesamten Strecke, danke der verwinkelten Streckenführung nicht möglich. Nach 30 Kilometer hatte ich immerhin einen knappen 31 Schnitt geschafft und die Radstrecke machte immer mehr Spaß, auch wenn man sehr häufig, dank der Abknickungen, Kurven und Hügel ausgebremst wurde. Ich war nur am überholen und kassierte langsam auch die Starter der Startwelle 15 Minuten vor mir. Ab 70 Kilometer hatte ich ganz schön zu kämpfen, da die letzte 10 Kilometer 3 giftige Steigungen im Weg standen. Ab Kilometer 80 hatte ich zum ersten Mal Rückenwind und ich brauste mit einem 40 er Schnitt Richtung Wechselzone. Den Radpart schaffte ich in 2h 49 min 29 sec bei 1000 Hm und 90 km. Und ab ging es auf die Laufstrecke. Ich fühlte mich gut, auch dank Caros Hypo und Pampe. Die Füße waren frisch für den Halbmarathon und ab ging es zum Überholen mit einem 4:13 er Schnitt auf der ersten 7 km Runde. Einen Athleten nach dem Anderen ließ ich hinter mir. Endlich sah ich auch Brigitte an der Strecke. Auf der Radstrecke hatte ich sie ja nicht registriert. Dies gab mir zusätzlichen Auftrieb und weiter ging es in die zweite Runde. Ich wurde etwas langsamer, aber nur unwesentlich. Die zweite Runde beendete ich mit einer 4:26 Pace. Die letzte Runde wurde natürlich etwas härter, aber auch hier konnte ich immerhin noch eine 4:39 Pace laufen. Beim Zieleinlauf versenkte ich auch noch ein paar Athleten und hatte dann eine Zeit von 4h 58 min 29 Sekunden stehen. Ich holte mir Gesamt den 242. Platz von 1569 männlichen Startern und in der Ak den 29. Platz von 250. Im Anschluss räumte ich noch das Finisher Buffet leer und nach dem Duschen (mit dem Sieger und somit Deutscher Meister Kienle Sebastian, wobei mir Ivonne van Vlerken lieber gewesen wäre :-)) ging ich zur besten Brigitte der Welt, die mich wieder einmal den ganzen Tag top unterstütze, obwohl sie ja schon in der 34 Schwangerschaftswoche war. Dankeschön an meine bessere Hälfte…. Wir sahen uns noch den Zieleinlauf von Hans an und fuhren dann wieder die fast 350 Kilometer nach Hause. Der Ironman Austria in 2 Wochen kann nun kommen.

Altersklasse Top 30: