Bodenseemarathon 06.10.2013

Trotz Erstickungsanfall Platz 143 in 3:23:30

Laufbericht:
Was soll man über diesen Misslungenen Marathon schreiben? Eigentlich fühlte ich mich unschlagbar, topfit und bereit für weitere Rekorde. Mit dieser Einstellung fuhren Brigitte und ich vom 5 Sterne Wellnesshotel Lärchenhof an den Bodensee. Kurz zur Vorbereitung. Donnerstag gingen wir einen Klettersteig am Wilden Kaiser und letzte Woche gab es eine 4 Tage MTB Tour mit 6500 Höhenmeter in der Schweiz/Italien. Vor 2 Wochen lief ich den Dingolfing Halbmarathon in neuer persönlicher Bestzeit 1:21:20. Wer konnte mich noch schlagen, ausser ich selbst :-) Am Vormittag liefen Brigitte und ich 20 min locker und am Abend 15 min mit 1 km im Marathon bzw. Brigitte im Halbmarathontempo. Am Nachmittag, nach 4 Stunden Fahrt, holten wir unsere Startunterlagen auf der Lindauer Insel ab und gingen noch zur Pasta Party. Am Abend trafen wir uns dann mit den Tichys im gebuchtem Apartment in der Nähe von Bregenz zum entspanntem Fernsehabend. Am Wettkampftag fuhren wir nach Bregenz und von dort mit dem Schiff nach Lindau zum Start. Es hatte ca. 15 Grad und Wolken, was uns natürlich zu Gute kam. Brigitte war schon etwas nervös vor ihrem 2. Halbmarathon. Ich war die Ruhe selbst, da ich ja unschlagbar war. Nach den obligatorischen Toilettenbesuchen gingen Christoph, Brigitte und ich zu unserem Starterfeld. Ich stand im ersten Feld, da meine erwartete Zielzeit bei 3 Stunden lag, so hoffte ich wenigstens. Eine Band heizte den 7000 Marathon, Halbmarathon und 10 km Läufern ein. Startschuß and Go. Mit einem 3:40 Schnitt lief ich los und musste mich bremsen. Nach 10 km hatte ich eine Zeit von 39 Minuten stehen und ich fühlte mich hervorragend. Nach dem Halbmarathon zeigte die Uhr 1h 26 min. Ich war auf Sub 3 Stunden Kurs. Wenn ich den 2. Halbmarathon in 1h 34 min schaffen würde, dann wäre mein großes Ziel erreicht. Aber so kam es nicht. Mit noch immer frischen Füßen lief ich bei Kilometer 25 zur Verpfegungsstelle und nahm einen Schluck von Caros "Pampe" (Geel), um dann ein Wasser nachzutrinken. Doch irgendwie verschluckte ich mich und bekam keine Luft mehr. Zuerst lief ich weiter, aber als ich merkte das ich noch immer keine Luft in meine Lunge bekam, blieb ich stehen. Auch nach mehrmaligem Luftschnappen brachte ich nichts hinein. Ich versuchte mich zu übergeben, was mir nicht gelang. Langsam bekam ich Panik, die Augen tränten, bis ich langsam wieder Luft bekam. Schwindlig und völlig erschöpft ging ich weiter und versuchte wieder zu laufen. Luft bekam ich wieder, aber es blieb ein extremer Hustenreiz. Laufen war fast nicht mehr möglich und ich schleppte mich von Kilometer zu Kilometer. Meine angepeilte Zielzeit war aufeinmal unerreichbar. Mit Wasser gegen Hustenreiz kämpfte ich mich weiter. Meine Rippen taten vom ganzen Husten weh und am nächsten Tag hatte ich eine saftige Rippenprellung. Nach 25 Kilometer war ich noch an 31. Stelle von über 900 männlichen Läufern. Dann wurde ich durchgereicht. Die ganze Aktion kostete mich sehr viel Kraft, so das auch meine Füße nicht mehr wollten. Aber aufgeben geht gar nicht. DNF gab es noch nie in meiner Laufbahn. Irgendwie schaffte ich es dann halb kriechend nach 3h 23 min 30 sec ins Ziel. Brigitte machte sich schon große Sorgen, da sie mich viel früher erwartet hatte. Ich brauchte einige Zeit bis ich wieder ohne Husten reden konnte. Trotzdem wurde ich 143. von 904 männlichen Teilnehmern und in der Ak holte ich den 26. Platz. Zurück auf dem Boden der Tatsachen, mal keinen neuen persönlichen Rekord geschafft zu haben, freute ich mich trotzdem und war riesig Stolz auf Brigitte. Sie pulverisierte ihre letztjährige Halbmarathonzeit um über 23 Minuten. Sie wurde 538. von über 1000 Halbmarathonläuferinnen in einer Zeit von 2:09:46. Auch Christoph kam mit einer super Marathonzeit (persönlicher Rekord) ins Ziel. Obwohl ich von meinem Ergebnis sehr enttäuscht war, werde ich den Kopf nicht hängen lassen: The Show must go on !!!!

Ergebnisse (TOP 20):

Impressionen: