Arber Radmarathon 27.07.2015

Arber Radmarathon 243 km 3650 Hm 9h 40 min:

Um die Füße für die längste Strecke des Arber Radmarathons am Sonntag locker zu bekommen, radelten Brigitte und ich mit dem MTB am Tag davor von Schwarzach zur Ödwieshütte, die auf 1045 m neben dem Hirschenstein liegt :-) Natürlich war Emma im Wagerl mit dabei. Die knapp 800 Höhenmeter ließen sich mit dem Anhänger ganz schön treten. Auf der Ödwieshütte hielt mein Laufverein, der FTSV Straubing, am Wochenende sein Trainingslager ab, so dass wir mit Radler und Kuchen empfangen wurden und Emma durch die Hütte sausen konnte. Sonntag holte mich dann nach kurzer Nacht der Wecker um 4 Uhr morgens aus den Federn. Kurzzeitig war ich versucht weiter zu schlafen, aber irgendwie kam ich aus den Federn. Voller Elan, naja eigentlich noch halb schlafend fuhr ich mit Hans nach Regensburg zum Dultplatz. Schnell holten wir die Startnummern und trafen auch schon viele von der Laufstilanalyse. Bei der Veranstaltung handelt es sich ja um kein Rennen und findet auch ohne Zeitnahme statt. Irgendwie ist da meine Motivation nicht unbedingt auf dem Höchstpunkt. Ich bin einfach eine Wettkampfsau :-) Um 6 Uhr fiel dann der Startschuss. Zuerst ging es erst schleppend durch Regensburg voran. Die Straßen waren super durch die Polizei abgesichert, aber dank Massenstart ging trotzdem nicht viel vorwärts. Erst nach einigen Kilometern zog sich das Feld auseinander. Randy, Floh, Astrid und ich versuchten zusammen zu bleiben, was uns auch gelang.


Nach knapp 2 Stunden erreichten wir bei idealem Radfahrwetter die erste Verpflegungsstation in Cham, wo wir uns gleich mal Brot, Kuchen und Obst genehmigten. Hier trafen wir auf Gaby, Eva, Alex und Sabine. Nach ausgiebiger Pause fuhren wir weiter nach Bad Kötzting. Endlich kamen die ersten nennenswerten Steigungen :-) Bei Lohberg kämpften wir uns schon mal 600 Hm am Stück nach oben, vorbei am Arber und weiter bergab nach Bayerisch Eisenstein. Kurz danach, ca. bei Kilometer 120 und 4 ½ Stunden Fahrt gelangten wir zur 2. Verpflegungsstation, die leider schon ziemlich ausgeraubt war. Naja ein paar Tomaten mit Salz waren noch für uns übrig :-) Eigentlich wollten wir schon losfahren, aber der Regensburger Sender TVA wollte noch ein Interview von den Stars, das natürlich auch gesendet wurde. Hier ein Teil des Interviews: Reporter TVA: „Was macht den Arber Radmarathon so besonders?“ Winklmeier M. aus Schwarzach: „ das Quälen“ :-) Nach stundenlangem Interview und Autogrammstunde für die Fans :-) ging es dann endlich wieder weiter. Natürlich mit vollem Magen gleich mal steil zum Großen Arbersee hinauf und da reichte es noch nicht, also radelten wir weiter hoch zum Bretterschachten. Floh und ich kämpften um die Bergwertung die unentschieden ausging. Endlich konnten wir es wieder bergab laufen lassen und so Kilometer sammeln. Langsam machte sich der Hintern, aber auch die Füße bemerkbar.

Ziemlich wellig führte uns die Strecke in Richtung Kötzting. Vorher bogen wir nach Viechtach ab, wo wir auch die nächsten Steigungen bewältigen durften bzw. mussten. Die dritte Verpflegungsstation in Kollnberg zog sich etwas, auch deswegen weil ich etwas in den Unterzucker fiel und keine Energie mehr hatte. Mit viel Cola, Kuchen und Obst stellte ich den Energiehaushalt wieder auf die Beine :-) Mit neuer Energie flogen Floh, Randy und ich nach Grün. Am 17 Prozenter nach Maibrunn war es schnell wieder mit dem Fliegen vorbei, außer bei Floh, der die 3.Luft bekam. Von der Maibrunner Höhe ging es abwärts bis Elisabethszell und weiter nach Ascha. Erst in der letzten Verpflegungsstation trafen wir wieder auf Floh, der auf uns schon einige Minuten wartete. Hier gab es ein leckeres, kühles Bier, aber lange hielten wir uns nicht auf. Das Ziel war nahe und nach gut über 8 Stunden Fahrzeit hatte jeder die Schnauze voll. Wir wechselten uns im Windschatten ab. Jeder durfte für ca. 10 Kilometer die Führung übernehmen und so konnten wir knapp einen 40 er Schnitt halten. Um kurz nach 17 Uhr erreichten wir dann nach 243 Kilometer, 3650 Höhenmetern, 9 ½ Stunden Fahrzeit und vielen Pausen den Dultplatz. Hier feierten wir die geschaffte Strecke mit einem Siegerbier :-)
Fazit: Anstrengende, lange 243 km Tour, bei Traumwetter und bester Organisation!


Siegerweißbier:

Strecke: